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17 June, 2010


"Heimat" - Processes of Communitarisation


Infos:

Fragen von Heimat und Vergemeinschaftung werden im Zeitalter der Globalisierung komplexer: sie beinhalten Chancen und Risiken; beides gleichzeitig, nie einzeln, nie entweder–oder. Heute ist es für Menschen möglich, die Enge der ursprünglichen, lokalen oder auch ‚virtuellen‘ Heimat – im Sinne von Klasse oder ethnischer Gruppe – zu verlassen und neue Kulturen und Denkweisen kennenzulernen und zu nutzen. Gleichzeitig ist aber die Chance bzw. Gefahr größer geworden, die Heimat durch Vertreibung oder Migration zu verlieren. Die Heimat verlieren kann man aber auch, wenn man am Ort bleibt. Soziologischen Studien zufolge bleiben 70 Prozent der Menschen im Verlauf ihres Lebens in der Nähe des Ortes, an dem sie aufgewachsen sind. Diese machen dann die Erfahrung mit Verlusterlebnissen bezüglich der Qualität und des Potenzials Ihrer Heimat. Hierzu zählen zum Beispiel verlorene Arbeitsplätze, Freunde oder auch städtebauliche oder landschaftliche Veränderungen. Aus diesen Gründen sind widersprüchliche gesellschaftliche und gemeindepsychologische Fragen und Themen mit „Heimat“ verbunden. Themen der Tagung: * Inwieweit ist Heimat Integration und Inklusion, inwieweit Ausgrenzung und Exklusion? * In welchem Verhältnis stehen Migration und Heimat/Heimatlosigkeit? Gibt es zwei oder mehrere gleichermaßen positiv konnotierte „Heimaten“? * Wie ist der Beitrag von Heimat zu Gesundheit und Wohlbefinden? Wie und wo entsteht heute soziales und politisches Engagement? * Ist Heimat ein Gegenbegriff (Antidot) zur neoliberalen Globalisierung, oder ist der Begriff Heimat ihr ideologischer Steigbügelhalter? Further Information: http://commpsyruhr.wordpress.com